Ärgert Lübeck den Tabellenführer?

Meppen tief in der Krise – Weiche weiter ohne Sieg
Artikel vom 19. März 2025
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Oldenburg/fs. Die Meisterschaftsfrage ist geklärt, dafür wird der Abstiegskampf in der Regionalliga immer spannender. Vor allem bei zwei Vereinen nimmt die Verunsicherung zu, denn der SC Weiche Flensburg und der SV Meppen sind seit mittlerweile acht Spielen ohne Sieg. Derweil will der VfB Lübeck den Tabellenführer ärgern. Der Spieltag im Überblick:
BSV Kickers Emden – SC Weiche Flensburg, Freitag, 19 Uhr: Die Gäste schwächeln seit Wochen. Acht Spiele ohne Sieg drücken beim SC Weiche auf die Stimmung. Den letzten Dreier holte die Mannschaft von Trainer Thorsten Fröhling im Oktober. Der Wurm steckt im Sturm, denn seine Mannschaft hat in den letzten vier Spielen nur zwei Tore erzielt. Deutlich besser ist die Stimmung in Emden nach dem Sieg in Kiel. Darüber hinaus haben die Kickers mit Pascal Steinwender einen Leistungsträger von einer sportlichen Zukunft in Ostfriesland überzeugen können.
SV Meppen – SV Todesfelde, Samstag, 15 Uhr: Die Stimmung könnte kaum schlechter sein. Acht Spiele ohne Sieg, aus den letzten vier Spielen holten die Emsländer nur einen Punkt. Die Fans murren und kritisieren die sportliche Leitung. Ein Sieg muss her und den soll es gegen Aufsteiger Todesfelde auch geben. Die Gäste allerdings brauchen im Abstiegskampf auch jeden Zähler und wollen mit einem Erfolg den SV Meppen mit in den Tabellenkeller ziehen. Verzichten müssen sie dabei aber auch Falk Schmidt, der beim fünften sieglosen Spiel in Folge, dem 1:3 gegen Werder Bremen II, die gelb-rote Karte gesehen hat.
TuS Blau Weiß Lohne – Holstein Kiel II, Samstag, 16 Uhr: Jetzt sollen es Spieler aus dem Bundesligakader richten und die Kieler, derzeit Tabellenletzter, noch zum Klassenerhalt führen. Gegen Emden gelang das nicht, obwohl mit Dominik Javorcek und Benedict Pichler zwei Spieler aus der ersten Mannschaft eingesetzt wurden, die beide in dieser Saison schon einige Bundesligaspiele bestritten haben. Die Lohner werden es gelassen nehmen. Dank toller Moral holten sie nach einem 1:3 beim HSV II noch ein 3:3 und werden mit dem Schwung des Punktgewinns auch gegen Holstein gewinnen wollen.
VfB Oldenburg – Hamburger SV II, Samstag, 18 Uhr: Zehn Spiele ungeschlagen, diese Serie will der VfB Oldenburg gegen den Zweitliga-Nachwuchs ausbauen. Der Gedanke an das 0:5 im Hinspiel sollte zusätzlich motivieren. In diesem Jahr haben die Jungprofis nur eines ihrer fünf Spiele gewonnen, das allerdings auswärts, bei Kickers emden. Der VfB ist also gewarnt.
FC Teutonia 05 Ottensen – Bremer SV, Sonntag, 13.30 Uhr: Kellerduell im Stadion Hoheluft. Während die Gastgeber nach eigener Aussage freiwillig absteigen werden, seit der Ankündigung aber mit starken Leistungen überzeugen, braucht der BSV jeden Zähler, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herzustellen. Zwar haben die Bremer noch zwei Nachholspiele, konnten zuletzt aber nicht mehr gewinnen. Ottensen wiederum musste zuletzt auf den verletzten Torjäger Christian Stark verzichten und ist bereits am Mittwochabend beim FC St. Pauli II gefordert.
TSV Havelse – VfB Lübeck, Sonntag, 14 Uhr: Kann der VfB Lübeck den Tabellenführer ärgern? Versuchen werden die Gäste es sicher, zumal sie sich mit dem 1:0-Sieg über den SV Meppen viel Selbstvertrauen geholt und den Abstand zum Tabellenkeller ausgebaut haben. Havelse wiederum spielt mit der selbstverständlichen Souveränität eines Tabellenführers, hat sich beim 3:1 in Jeddeloh auch nicht durch einen Rückstand aus der Ruhe bringen lassen. Doppelt getroffen hat dabei Marko Iljic, der sich bereits in die Notizbücher von Drittligisten gespielt haben soll.
FC Eintracht Norderstedt – SSV Jeddeloh II, Sonntag, 14 Uhr: Die Gastgeber sind die Mannschaft der Stunden. Zehn Punkte hat sie aus den vier Spielen dieses Jahres geholt und die nächsten Zähler sollen gegen Jeddeloh her. Die Gäste aus dem Ammerland sind in dieser Woche doppelt gefordert. Sie spielen am Mittwochabend bereits in Kiel und müssen ebenfalls punkten, um nicht weiter in den Tabellenkeller zu rutschen.
1.FC Phönix Lübeck – SV Drochtersen/Assel, Sonntag, 14 Uhr: Die Gastgeber haben nach eigenem Bekunden zwar eine Lizenz für die 3. Liga beantragt, aber der Traum vom Aufstieg wird sich kaum erfüllen. Auch Drochtersen konnte mit Havelse nicht mitspielen. Fast könnte es das einzige Duell an diesem Spieltag sein, an dem es nicht mehr um ganz so viel geht, von drei Punkten für die Statistik mal abgesehen.