Spitzenspiel im Alten Land

Drochtersen erwartet Emden, Meppen muss nach Havelse
Artikel vom 26. März 2025
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Oldenburg/fs. Die Titelfrage scheint geklärt. 14 Punkte Vorsprung bei acht noch ausstehenden Spielen werden für den TSV Havelse wohl locker zum Meisterschaftsgewinn ausreichen. Spannender ist der Kampf um Platz zwei, bei dem im Spitzenspiel eine Vorentscheidung fallen könnte. Der Tabellenzweite SV Drochtersen/Assel trifft auf Verfolger Kickers Emden und könnte den Vorsprung auf fünf Punkte ausbauen. Noch heißer ist der Abstiegskampf, denn fünf Absteiger sind möglich.
SC Weiche Flensburg – TuS Blau Weiß Lohne, Freitag, 19.30 Uhr: Die Gastgeber stecken tief in der Krise, haben seit neun Spielen nicht mehr gewonnen und in den letzten drei Spielen keinen Treffer erzielt. Die Gäste warten seit drei Spielen auf einen Sieg, haben gegen Kiel II enttäuscht, aber das Hinspiel mit 3:1 gewonnen und sie könnten mit einem Sieg alle Abstiegssorgen vertreiben.
SV Drochtersen/Assel – BSV Kickers Emden, Freitag, 19.30 Uhr: Spitzenspiel, der Zweite trifft auf den Dritten, für den das Momentum spricht, denn Emden hat die letzten zwei Spiele gewonnen und dabei vor allem mit dem deutlichen 4:0 über Flensburg überzeugt. Die Gastgeber haben ihre Souveränität der Hinrunde ein wenig verloren, könnten mit einem Sieg den Verfolger aber auf fünf Punkte distanzieren. Das Hinspiel gewannen sie zudem mit 1:0 und würden das natürlich gerne wiederholen. In Emden wiederum macht Manager Henning Rießelmann öffentlich Druck, verlangt eine Ausgliederung der Mannschaft in eine GmbH und droht damit, sich sonst zurückzuziehen.
TSV Havelse – SV Meppen, Samstag, 13 Uhr: Es hätte ein Spitzenspiel werden sollen, doch mit dem Gewinn der Meisterschaft hat der SV Meppen nichts mehr zu tun. Neun Spiele ohne Sieg haben für einen Stimmungsumschwung gesorgt. Während die Fans nach unten blicken, sagt Trainer Lucas Beniermann, dass man in der kommenden Saison um die Meisterschaft mitspielen wolle. Der TSV Havelse möchte dann schon in der 3. Liga kicken, zuvor allerdings steht die Revanche für die 0:4-Niederlage aus dem Hinspiel an.
VfB Lübeck – FC Eintracht Norderstedt, Samstag, 14 Uhr: Derby auf der Lohmühle und der Ausgang scheint offen, denn die Gäste kommen mit der Empfehlung von sechs Spielen ohne Niederlage zum großen Nachbarn. Der VfB wiederum hat die letzten vier Spiele nicht verloren und war beim 1:1 in Havelse die bessere Mannschaft. Mehr Druck hat Norderstedt, das im Abstiegskampf natürlich punkten muss, während man in Lübeck vor allem die Nummer eins in der Stadt werden möchte und den Pokal gewinnen will.
SSV Jeddeloh II – FC Teutonia 05 Ottensen, Samstag, 16 Uhr: Seit fünf Spielen warten die Ammerländer auf einen Sieg. Die Gäste ihrerseits haben an Schwung verloren, dreimal in Folge verloren und mit Torhüter Jan Niemann ist ein Stammspieler nach einer roten Karte gesperrt. Mehr Druck hat der SSV, der gewinnen muss, um mehr Abstand zu den Abstiegsplätzen aufzubauen.
FC St. Pauli II – SV Todesfelde, Sonntag, 14 Uhr: Ein Sieg eröffnet beiden Mannschaften eine gute Perspektive. St. Pauli könnte sich noch weiter absetzen, Todesfelde wiederum den Anschluss herstellen. Mehr Druck haben die Gäste, die auswärts defensiv sehr stabil sind und zuletzt in Oldenburg und Meppen punkten konnten.
Holstein Kiel II – VfB Oldenburg, Sonntag, 14 Uhr: Die Jungprofis haben durch ihren Sieg in Lohne neue Hoffnung geschöpft und wollen mit dem nächsten Dreier den Rückstand weiter verkürzen. Dabei fehlt Stürmer Aurel Wagbe, der gelbgesperrt ist. Die Oldenburger sind seit elf Spielen ungeschlagen und wollen die Serie natürlich ausbauen. Mit einem Sieg würden sie zudem einen Konkurrenten nachhaltig abschütteln. Allerdings müssen sie dabei auf den nach seiner fünften gelben Karte gesperrten Adem Podrimaj verzichten.
Bremer SV – 1. FC Phönix Lübeck, Sonntag, 15 Uhr: Die Gastgeber haben nach ihrem Sieg in Ottensen, bei dem Serkan Dursun dreimal getroffen hat, natürlich neues Selbstvertrauen getankt. Ein weiterer Sieg und drei nachzuholende Spiele sind ein Pluspunkt für die Bremer, die allerdings auf einen starken Gegner treffen, der die Vizemeisterschaft noch nicht abgeschrieben hat.