Nach dem Derbysieg an die Weser

VfB Oldenburg spielt bei Werder Bremen II

Artikel vom 26. Februar 2025

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Oldenburg/fs. Die Freude war groß, auf und neben dem Rasen. Hochverdient hat der VfB Oldenburg das Derby beim SV Meppen 2:0 gewonnen. Zeit, den Sieg ausführlich zu genießen, haben die Blauen kaum. Bereits am Donnerstag, um 19 Uhr, wartet auf Platz 11 des Weserstadions mit Werder Bremen II die offensivstärkste Mannschaft der Regionalliga auf den VfB.

    Der Gegner: Die zweite Mannschaft von Werder Bremen wird aktuell als Tabellenvierter gelistet. Eine Überraschung, immerhin sind die Bremer Jungprofis ja gerade erst aufgestiegen? Sicher nicht, schließlich arbeitet man an der Weser unter Profibedingungen, schöpft aus einem enormen Talentepool und muss, wie alle anderen Zweitvertretungen auch, nicht auf jeden Cent schauen.

    Der Saisonverlauf: Durchaus typisch für eine relativ junge Mannschaft, gibt es Ausschläge nach oben und unten. Ein 1:5 bei Kickers Emden und ein 3:4 gegen Blau Weiß Lohne ist wohl der Kategorie „Lehrgeld“ zuzurechnen. Dem gegenüber stehen teils deutliche Siege, etwa ein 4:1 über den SV Meppen, ein 5:1 beim FC St. Pauli II und ein 5:0 beim Hamburger SV II. Überhaupt spielen die Bremer offenbar gerne gegen den Konkurrenten von der Elbe, denn auch im Rückspiel holte sich Werder die Punkte durch einen souveränen 4:1-Sieg beim HSV.

    Die Form: Achtung, VfB, die Bremer sind richtig gut drauf. Dem 4:1 in Hamburg ließen sie ein kaum weniger deutliches 3:1 bei Blau Weiß Lohne folgen. Zwei Siege zum Start in die zweite Saisonhälfte und vier Erfolge in Serie lassen fast vergessen, dass die Mannschaft von Trainer Christian Brand zuvor fünfmal hintereinander nicht hatte gewinnen können. Formschwankungen wie diesen ist geschuldet, dass die Bremer nach ihrem souveränen Titelgewinn in der vergangenen Saison nicht direkt wieder um die Meisterschaft mitspielen.

    Die Stärken: Keine Mannschaft schießt mehr Tore! 57 Treffer hat Werder bereits geschossen, erzielt von 14 verschiedenen Torschützen. Nach vorne geht „die Post ab“. Die Bremer, technisch ohnehin versiert, bringen viel Tempo auf den Rasen.

    Die Schwächen: Die Jungprofis lassen den Gegnern durchaus mal eine Lücke, was durch stattliche 41 Gegentore dokumentiert wird. Ein Wert, der durchaus erstaunt, denn mit Cimo Röcker bauen die Bremer auf einen sehr erfahrenen Abwehrchef. Der übrigens enorm torgefährlich ist und bereits sechsmal getroffen hat.

    Die Leistungsträger: Cimo Röcke zählt sicher dazu, genauso Mikail Polat im defensiven Mittelfeld sowie Leon Opitz und Jannic Ehlers, beim Bemer 3:0-Sieg im Hinspiel zweifacher Torschütze. Nicht vergessen dürfen wir an dieser Stelle den offensiven „Altmeister“, Maik Lukowicz. „Luko“, mittlerweile 30 Jahre alt, hat die Bremer in der vergangenen Saison praktisch im Alleingang zurück in die Regionalliga geschossen. Zwar nominiert Christian Brand den ehemaligen Oldenburger nicht immer für die Startelf, aber nach wie vor ist der Torjäger unverzichtbar. Mit 12 Treffern führt Lukowicz die interne Torschützenliste vor Opitz (10), Ehlers (9) und Joel Imasuen (9) an.

    Die Startelf: Im Tor dürfte einmal mehr Spyros Angelidis stehen. Der Ex-Oldenburger Sebastian Mielitz kam in dieser Serie nur in drei Spielen zum Einsatz, wobei ihn das Spiel gegen den VfB sicher reizen würde.
    Paul Wagner links, Ole Schulz recht sowie Ethan Kohler und Cimo Röcker dürften die Viererkette bilden. Im zentralen Mittelfeld hat Mikail Polat den defensiven Part inne, während Ricardo-Felipe Schwarz und Leon Opitz deutlich offensiver spielen. Jannic Ehlers und Davis Asante bekamen zuletzt den Vorzug auf der Außenbahn, „unser“ Maik Lukowicz durfte vorne beginnen.

    Die Statistik: Die Bilanz könnte besser sein. Nur vier der letzten 13 Spiele hat der VfB gewonnen, zweimal wurden die Punkte geteilt. Immerhin, beim letzten Gastspiel an der Weser haben die Blauen durch ein 0:0 einen Punkt mitgenommen, waren über weite Strecken sogar die bessere Mannschaft.

    Die Personalsituation: Die Oldenburger müssen auf Rafael Brand verzichten. Er hat in Meppen die fünfte gelbe Karte kassiert. Dafür steht Nico Knystock nach seiner Gelbsperre wieder zur Verfügung. Markus Ziereis hat seinen Infekt auskuriert und auch Julian Boccaccio will zeitnah wieder einsteigen. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Anouar Adam, der im Derby auf die Schulter gefallen war und ausgewechselt werden musste.

    Die Auswärtsinformationen: Mehr als 1.000 Oldenburgerinnen und Oldenburger haben beim Derby für Heimspielatmosphäre gesorgt und den Ton angegeben. Auf diese lautstarke Unterstützung hofft der VfB auch am Donnerstag.
    Alle Infos für Gästefans gibt es hier: https://www.vfb-oldenburg.de/auswaertsinformationen