Der HSV kommt

VfB heiß auf Heimspiel am Samstagabend

Artikel vom 20. März 2025

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Oldenburg/fs. Wir müssen an dieser Stelle gar nicht groß drumherum reden. An das Hinspiel zwischen dem Hamburger SV II und dem VfB Oldenburg erinnert sich kein Blauer gerne. Mit 0:5 ging die Mannschaft seinerzeit auf dem Kunstrasen im Hoheluft-Stadion unter. Am Samstag, um18 Uhr, gibt es die Chance zur Revanche.

    Der Gegner: Die Nachwuchsprofis des Zweitligisten sind aktuell Tabellenfünfter. Die Mannschaft von Soner Uysal, der die Nachfolge von Loïc Favé angetreten hat, nachdem dieser ins Trainerteam des Zweitligakaders berufen wurde, gilt ein wenig als personelle Wundertüte. Neben vielen jungen Talenten werden immer wieder auch Spieler eingesetzt, die sonst in der 2. Bundesliga am Ball sind.

    Der Start: Mit sechs Punkten aus fünf Spielen ist dem HSV der Start ins neue Jahr nur bedingt gelungen. Einem 1:4 im Auftaktspiel gegen Werder Bremen II folgten drei Unentschieden, bei Teutonia Ottensen, gegen Phönix Lübeck sowie zuletzt gegen Blau Weiß Lohne. Außerdem gewannen die Hamburger 3:1 bei Kickers Emden.

    Die Form: Das aktuelle Leistungsvermögen der Gäste allein an den Ergebnissen festzumachen, könnte zu einem falschen Eindruck führen. Tatsächlich hat sich die Mannschaft um Torjäger Omar Sillah zuletzt deutlich gesteigert. Dem klaren Sieg in Emden folgte eine gute Leistung gegen Lohne. Die Hamburger führten bereits mit 3:1, ehe die Gäste in der Schlussphase doch noch zum Ausgleich kamen.

    Die Stärken: Jung, taktisch gut ausgebildet, schnell, treffsicher, so oder ähnlich lässt sich das Leistungsvermögen des HSV sicherlich beschreiben. Die Mannschaft ist offensiv ausgerichtet und stellt mit 48 erzielten Toren den drittbesten Angriff der Regionalliga.

    Die Schwächen: Wer gerne nach vorne spielt, vergisst ab und an, das eigene Tor zu verteidigen. Der Tabellenfünfte hat bereits 50 Gegentore kassiert, was sicherlich auch der Jugend geschuldet ist, denn im Gegensatz zu anderen Nachwuchs-Mannschaften verzichtet der HSV auf einen erfahrenen Abwehrchef.

    Die Leistungsträger: Torhüter Hannes Hermann ist die klare Nummer eins zwischen den Pfosten. Rechtsverteidiger Nicolas Oliveira, im Hinspiel Torschütze, ist ebenso häufig am Ball. Lukas Bornschein und Joel Agyekum sind in der Innenverteidigung mehrheitlich erste Wahl. Taktgeber im Zentrum ist Mannschaftskapitän Milad Nejad, aber auch der erst 18-jährige Bilal Yalcinkaya spielt einen ganz eleganten Ball. Offensiv ist Omar Silla nicht zu ersetzen. Der Stürmer hat bereits 18 Saisontreffer erzielt.

    Die Profis: Ganz ohne Hilfe von „oben“ scheint es bei den Jungprofis dann doch nicht zu gehen. Mit schöner Regelmäßigkeit werden Berufsfußballspieler aus dem Zweitligakader in der Reserve eingesetzt und sie scheinen die Aufgabe ernst zu nehmen, wie im Hinspiel deutlich wurde, als William Mikelbrencis zu den besten Spielern auf dem Platz zählte. Mittlerweile hat der Verteidiger bereits 17 Zweitligaeinsätze auf seiner Agenda. Zuletzt wurde mit Fabio Baldé ein weiterer Profi eingesetzt, der nach einer längeren Verletzung Spielpraxis in der Regionalliga erhalten sollte.

    Die Auswärtsbilanz: Auf dem „heimischen“ Kunstrasen im Stadion Hoheluft fühlen sich die Hamburger wohler als auswärts. Nur drei ihrer insgesamt elf Saisonsiege haben sie in der Fremde erspielt. Beim FC St. Pauli II konnten sie das prestigeträchtige Derby mit 4:1 gewinnen, bei Eintracht Norderstedt wurde ein 1:0 gefeiert und zuletzt hieß es bei Kickers Emden 3:1. Hinzu kommen noch drei Unentschieden. Dem gegenüber stehen aber auch sechs Niederlagen, darunter das jeweils deftige 0:5 bei Werder Bremen und ein 1:6 beim TSV Havelse, der auch in Hamburg mit 6:0 gewonnen hat.

    Der VfB: Vier Tage vor dem Anpfiff sieht es so aus, als habe sich die personelle Situation ein wenig entspannt. Mit Leon Deichmann (muskuläre Probleme) und Marc Schröder (Erkältung), die zuletzt gefehlt haben, sind zwei Abwehrspieler wieder ins Training zurückgekehrt. Auch Stürmer Markus Ziereis (Grippe) ist wieder fit und könnte in den Kader zurückkehren. Dafür wird Ermal Pepshi fehlen, der aufgrund der fünften gelben Karte gegen den HSV gesperrt ist.
    Mit Blick auf das deutliche 0:5 im Hinspiel sind die Blauen nicht nur gewarnt, sie werden es auch als zusätzliche Motivation nehmen.
    Die Stadiontore öffnen um 16.30 Uhr. Unsere Mannschaft ist seit zehn Spielen ungeschlagen, hat allein aus den vier Begegnungen in diesem Jahr acht Punkte geholt und wird alles dafür raushauen, um diese Serie auszubauen. Dabei hoffen die Blauen auch auf laustarke Unterstützung von den Rängen. Inklusive Dauerkarten sind bereits knapp 2.000 Tickets weg.

    Tickets gibt es im Vorverkauf hier: https://tickets-vfboldenburg.reservix.de/tickets-vfb-oldenburg-hamburger-sv-ii-in-oldenburg-stadion-am-marschweg-am-22-3-2025/e2271145