4:3-Spektakel im Marschwegstadion

Freitag, 11. September 2026 · 18:30 UhrRegionalliga Nord, 8. Spieltag

Schiedsrichter: Maximilian Nie-HoegenLinienrichter: Jan Krummen, Simon Wilken

Zuschauer: 2.627

90

VfB dreht Spiel innerhalb von 20 Minuten

Spielbericht vom 12. September 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Oldenburg/fs. Viertes Heimspiel, vierter Heimsieg und was für einer. 2.627 Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten beim Spiel des VfB Oldenburg gegen Hannover 96 II erneut ein echtes Spektakel. Am Ende hieß es 4:3 für die Blauen, die von ihren Fans frenetisch gefeiert wurden und das aus gutem Grund.

    Bis zur 67. Minuten hätte wohl niemand darauf gesetzt, dass der VfB Oldenburg dieses Spiel noch gewinnen würde. Die Gäste hatten eine überzeugende Leistung gezeigt und führten verdient mit 3:0. Dann allerdings traf Mats Facklam und leitete eine irre Aufholjagd seines VfB ein.

    Dario Fossi hatte seine Startformation im Vergleich zur Vorwoche auf einer Position verändert. Anstelle des verletzten Drilon Demaj, der mit einer schweren Knieverletzung länger ausfallen wird, rückte Vjekoslav Taritas ins zentrale Mittelfeld. Und der hatte bereits nach wenigen Sekunden die Führung auf dem Fuß. Taritas setzte sich mit Tempo über die linke Seite durch, umkurvte Torhüter Jonas Werner Schwanke und kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, doch Joshua Casper Siewert wehrte den Ball auf der Linie stehend mit dem Kopf ab (1. Spielminute).

    Kurz darauf kam Marc Schröder nach einer Ecke zum Kopfball, zielte aber etwas zu hoch, während Rafael Brand nach einer guten Stunde erfolglos einen Elfmeter forderte. Auf der anderen Seite verhinderte Anouar Adam gegen Tom Hobrecht einen Oldenburger Rückstand.

    Gegen die spielstarken Gäste entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe, das nach einer guten halben Stunde eine Wendung nehmen sollte. Der VfB konnte eine Flanke von Julius Meusel nicht unterbinden und im Rückraum kam Manuel Braum frei zum Kopfball, 0:1 (29.). Jetzt war Hannover am Drücker und das zeigte sich nur fünf Minuten später erneut im Ergebnis. Jasper Fynn Reinhol kam im Strafraum zum Abschluss und markierte das 0:2.

    Der VfB wankte jetzt bedenklich und hatte Glück, dass Alexander Vogel unmittelbar vor dem Pausenpfiff das 0:3 verpasste.  

    Dass dieses Spiel trotz der Hannoveraner Führung noch nicht entschieden war, zeigte sich unmittelbar nach dem Wiederanpfiff. Rafael Brand kam zweimal zum Abschluss, scheiterte jedoch an Torhüter Schwanke (46.), kurz drauf hatte Mat Facklam zweimal Pech (48. und 54.). Längst war auch das Publikum auf Ballhöhe und unterstützte die Gastgeber lautstark. Doch die Jungprofis zeigten sich wenig beeindruck, mehr noch, denn in die Oldenburger Drangphase hinein war erneut Reinhold zur Stelle und erhöhte nach einer Flanke auf 0:3 (59.).

    Die Entscheidung? Nicht an diesem Abend. Dario Fossi reagierte, brachte mit Nelio Hemberger, Leon Deichmann und Glory Kiveta drei frische Spieler (62.) und kurz darauf auch noch Louis Hajdinaj für Anouar Adam, der Sekunden zuvor den Anschlusstreffer um Zentimeter verpasst hatte (67.).

    Kaum im Spiel, wurde Hajdinaj von Taritas perfekt in Szene gesetzt und statt selbst abzuschließen, hatte er den Blick für Mas Facklam, der mit dem 1:3 ein echtes Spektakel einleiten sollte (68.). Auf den Rängen wurde es noch lauter, auf dem Rasen noch wilder, denn nur zwei Minuten spätersetzte sich Brand rechts mit Tempo durch, passte zu Taritas, der zum 2:3 traf. Die Oldenburger spielten sich jetzt regelrecht in einen Rausch, schnürten Hannover in deren Hälfte ein und belohnten sich in Person von Rafael Brand mit dem Ausgleich. Aus deutlich über 20 Metern zielte er flach ins Eck – 3:3 (81.). Doch auch das reichte den Blauen nicht.

    Der VfB drängte weiter, wollte mehr und Hannover kam kaum noch aus der eigenen Hälfte. Der eingewechselte Nico Mai setzte sich auf der linken Seite durch, brachte den Ball nach Innen, Mats Facklam erzielte aus der Drehung das 4:3 (87.) und musste anschließend fürchten, im kollektiven Freudentaumel in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Am Ende  brachten  die Oldenburger ihre Führung ins Ziel und durften sich für ihre Energieleistung zurecht  von den Fans feiern lassen.