VfB erwartet Hannover 96 II

Spielstarker Nachwuchs kommt als Tabellenfünfter
Artikel vom 10. September 2026
Der Vorbericht wird präsentiert von:
Oldenburg/fs. Drei Spiele, drei Siege. Die aktuelle Heimbilanz des VfB Oldenburg ist makellos. Das soll natürlich auch so bleiben, wenn der vierte Wettstreit im Marschwegstadion abgepfiffen worden ist. Allerdings wartet auf die Blauen am Freitag, um 18:30 Uhr mit Hannover 96 II eine knifflige Aufgabe.
Die jungen Profis aus der Nachwuchsakademie in der Landeshauptstadt sind erfolgreich in die neue Saison gestartet, kommen als Tabellenfünfter nach Oldenburg und sind auswärts noch ungeschlagen. Überhaupt gelang erst einem Konkurrenten der Sieg gegen die Mannschaft von Trainer Lars Barlemann, der im Sommer die Nachfolge von Daniel Stendel angetreten hat. Am vierten Spieltag unterlagen die Hannoveraner durchaus überraschend 0:1 gegen Atlas Delmenhorst.
Der Start in die neue Saison war perfekt. Zum Auftakt hieß es 3:0 beim Bremer SV, dem ein 2:0-Derbysieg gegen den HSC Hannover folgte. Im dritten Spiel überzeugten die Hannoveraner mit einem 2:1-Sieg bei der SV Drochtersen/Assel. In Jeddeloh (2:2) und Emden (1:1) nahmen die Gäste jeweils einen Zähler mit und im Duell der Nachwuchsmannschaften hieß es 3:2 gegen den FC St. Pauli II.
Trainer Lars Barlemann arbeitet mit einem insgesamt sehr jungen Kader, der im Durchschnitt gerademal 20,9 Jahre alt ist. Das Vertrauen in die zahlreichen Talente ist groß, wie beim Blick auf die Mannschaft deutlich wird. Torhüter Jonas Schwanke, der bislang in allen Spielen zum Einsatz gekommen ist, zählt gerade mal 19 Jahre. Innenverteidiger Joshua Siewert ist als 17-Jähriger bereits Stammspieler.
Ganz ohne Erfahrung geht es allerdings auch bei Hannover nicht. Verteidiger Niko Gießelmann, mit 34 Jahren der älteste Akteur seiner Mannschaft, bringt die Erfahrung aus mehr als 300 Spielen in der 1. und 2. Bundesliga auf den Rasen und soll die jungen Talente ebenso führen, wie Rückkehrer Levent Aycicek. Der 32-jährige Mittelfeldspieler, mittlerweile 32 Jahre alt, war ebenfalls in den deutschen Profiligen am Ball und sammelte zudem im Ausland Erfahrungen. Er ist der Fixpunkt im Offensivspiel seiner Elf.
Die Statistik lässt den Rückschluss zu, dass Hannover eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive gelingt. 13 erzielte Treffer, die sich auf zehn verschiedene Torschützen verteilen, sind zwar weniger beeindruckend. Aber die Gäste von der Leine haben in sieben Spielen auch nur sieben Gegentore kassiert, ein Top-Wert in der Liga.
Dabei spielen die Hannoveraner taktisch flexibel mal im 4-2-3-1, mal im 3-4-3 oder 3-4-2-1. Letzteres war das bevorzugte System in den vergangenen Spielen. Vor Torhüter Jonas Schwanke bildeten Jasper Reinhold, Joshua Siewert und Asuma Ikari meist eine Dreierkette.
Der eigentliche Linksverteidiger Manuel Braun rückte in diesen Spielen ins Mittefeld vor, das durch Julius Meusel rechts sowie Noah Engelbreth und Tim van den Heuvel zentral komplettiert wurde. Offensiv sorgen Levent Aycicek oder Alexander Vogel sowie Tom Hobrecht und Taycan Etacibasi oder Dennis Husser als Spitze für Gefahr.
Auf den VfB wartet ein spielerisch starker Gegner, der überaus diszipliniert und taktisch klug Fußball spielt. Erschwerend kommt hinzu, dass in er Elf von Trainer Lars Barlemann nicht der eine Top-Torjäger steht, sondern die Mannschaft insgesamt Torgefahr entwickelt. Offen bleibt, ob die Hannoveraner in Oldenburg auf Unterstützung aus dem Zweitligakader zurückgreifen können. Diesbezügliche personelle Anleihen sind allerdings nicht die Regel.
Außerdem:
Der VfB erwartet am Freitag erneut bis zu 3.000 Fans. Tickets gibt es hier: https://vfboldenburg.reservix.de/
Uns erwarten am Freitag Temperaturen bis zu 20 Grad und einige Sonnenstunden.
Schiedsrichter der Begegnung ist Maximilian Nie-Hoegen, ihm assistieren Jan Krummen und Simon Wilken.
