VfB erwartet SSV Jeddeloh II

Nachbarn kommen mit neuem Selbstvertrauen

Artikel vom 18. September 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Oldenburg/fs. Es sind nicht selten die Duelle zwischen zwei Nachbarn, die den größten Reiz ausmachen. Das gilt natürlich auch für das Spiel zwischen dem VfB Oldenburg und dem SSV Jeddeloh II. 17 Pflichtspiele haben beide Vereine in den vergangenen neun Jahren gegeneinander bestritten. Die Bilanz ist nahezu ausgeglichen. Siebenmal durften die Blauen jubeln, sechs Spiele hat der SSV gewonnen, viermal gab es keinen Sieger.

    Die Statistik taugt allemal dazu, um auch bei diesem neuerlichen Wettstreit nicht zwingend einen tabellenbasierten Favoriten auszumachen. Zwar sind die Ammerländer weniger erfolgreich in die Saison gestartet, doch pünktlich zum „Derby“ scheint die Mannschaft von Kristian Arambasic ihre Form gefunden zu haben. Am Mittwochabend feierte der SSV einen 5:0-Sieg über den SV Atlas Delmenhorst, ein Erfolg, der fraglos für neues Selbstvertrauen bei den Kickern des ehemaligen VfB-Trainers gesorgt haben dürfte.

     Hinzu kommt, dass der SSV sich im Marschwegstadion meist sportlich sehr wohlgefühlt hat. In der vergangenen Saison jubelten die Gäste am 1. Spieltag der neuen Saison nach einem 3:1-Sieg beim VfB ausführlich und auch in dieser Serie hatten sie bereits Grund zur Freude. Im DFB-Pokal besiegte der SSV überraschend den Zweitligisten 1. FC Heidenheim mit 5:1.

    In der Regionalliga lief es dagegen weniger gut. Einem 0:2 gegen die FSV Schöningen folgte ein 0:2 beim 1. FC Phönix Lübeck. Immerhin, am 3. Spieltag siegte der SSV gegen den FC St. Pauli II mit 2:0. Es sollte allerdings bis zum vergangenen Mittwochabend der einzige Dreier bleiben. Lediglich beim 2:2 gegen Hannover 96 II konnte Jeddeloh nochmals punkten und auch im Landespokal hieß es 0:1 gegen die FSV Schöningen.

    Zwar blieben die Ergebnisse aus, doch auch hier sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Ammerländern ihren Kontrahenten meist einen Kampf auf Augenhöhe geboten haben, allerdings jene Effektivität vermissen ließen, die die Mannschaft in der vergangenen Saison ausgezeichnet hat. Der Preis des Erfolgs war allerdings ein Umbruch. Trainer Björn Lindemann wollte noch professioneller arbeiten und wechselt zum BSV Kickers Emden, zudem verloren die Jeddeloh mit Max Wegner, der nur noch unterklassig kickt, sowie Kasra Ghawilu, der zum SV Meppen wechselte, und Tom Gaida, der jetzt für Eintracht Trier spielt, gleich drei wichtige Offensivspieler. Darüber hinaus zog es Dominique Ndure zur SV Drochtersen/Assel.

    Die Lücken wurden allerdings mit viel Erfahrung geschlossen. Neuer Trainer am Kanal ist der ehemalige VfB-Coach Kristian Arambasic, der zuvor lange beim BSV Rehden gearbeitet hat. Mit dem Ex-Oldenburger Kamer Krasniqi und Ismail H’Maidat wurden zwei erfahrene Spieler für das Mittelfeld engagiert und im Angriff wurde ebenfalls mit viel Erfahrung nachjustiert. Haris Hyseni kam im Saisonverlauf aus Drochtersen, Affamefuna Ifiadigo vom Brinkumer SV.

    Im Tor vertraut Kristian Arambasic mehrheitlich Moritz Onken, vor dem die Jeddeloher bislang meist mit einer Dreierkette verteidigen, die sich aus Niklas von Aschwege, Gazi Siala und Philip Gramberg zusammensetzt. Im defensiven Mittelfeld genießen Keita Taguchi und Robin Krolikowski viel Vertrauen, für offensivere Akzente sind Kamer Krasniqi, Moritz Brinkmann und Tobias Bothe oder Haris Hyseni zuständig. Ist Tempo gefragt, kommen Pascal Steinwender und Tom Kanowski ins Spiel.

    Der VfB trifft im fünften Heimspiel auf einen unbequemen, erfahrenen Gegner, der gerade in den Duellen gegen die Blauen stets maximal motiviert auftritt und vor allem in kämpferischer Hinsicht alles abrufen wird. Es wird darum gehen, genau diesen Kampf anzunehmen, ohne dabei die spielerischen Stärken zu vernachlässigen, um auch dieses Spiel zu gewinnen.

    Außerdem:

    Schiedsrichter ist Björn Behrens, ihm assistieren Felix Mutz und Aaron Sebastian Richter.

    Es soll bis zu 20 Grad warm werden und am Abend könnte auch der eine oder andere Regentropfen fallen.

    Der VfB erwartet mehr als 4.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Tickets gibt es hier: https://vfboldenburg.reservix.de/