VfB am Sonntag beim HSV II

Oldenburger müssen auf Kunstrasen ran

Artikel vom 15. Oktober 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Oldenburg/fs. Das nächste Auswärtsspiel führt den VfB Oldenburg mal wieder auf ungewohntes Terrain. Am Sonntag, um 14 Uhr, spielen die Blauen beim Hamburger SV II. Angepfiffen wird im Stadion Hoheluft auf Kunstrasen. In Ermangelung einer eigenen Anlage müssen die Jungprofis hierhin seit mehr als zwei Jahren ausweichen.

    Bis dahin haben die Hamburger ihre Heimspiele in der Wolfgang-Meyer-Sportanlage in Stellingen ausgetragen. Die in Sportpark Eimsbüttel umbenannte Anlage wird für insgesamt 14 Millionen Euro renoviert und soll neben drei Kunstrasenspielfeldern auch ein Naturrasenfeld und zwei Tribünen erhalten. Ursprünglich war geplant, das neue Stadion im Herbst 2025 zu eröffnen, noch allerdings kicken die HSVer beim Nachbarn Viktoria Hamburg als Untermieter, wo sie erneut einen Anlauf unternehmen werden, um den ersten Heimsieg dieser Saison zu erspielen.

    Dass es vor allem im Ausweich-Zuhause nicht rund läuft für den HSV, ist durchaus überraschend. Die Hamburger, die im Sommer einen personellen Umbruch vollzogen und 13 neue Spieler verpflichtet haben, gelten als technisch versierte Mannschaft, die den Kunstrasen durchaus zu schätzen weiß. Nach einem eher schwachen Saisonstart mit nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen, ist es Trainer Lukas Anderer längst gelungen, seine junge Mannschaft zu stabilisieren. Vor allem auswärts beeindrucken die Nachwuchsprofis mit einer stabilen Defensive und effektivem Umschaltspiel, was Siege beim VfB Lübeck, SSV Jeddeloh II, beim HSC Hannover und zuletzt, bei der FSV Schöningen, unterstreichen.

    Zuhause allerdings haben die Hamburger nur beim 2:2 gegen Aufsteiger SV Todesfelde gepunktet, ansonsten gingen sie stets leer aus. Daraus abzuleiten, dass der VfB am Sonntag leichtes Spiel haben könnte, ist indes ein Irrglaube. Wie die Mehrzahl der zweiten Mannschaften stellen auch die Hamburger immer mal wieder eine personelle Wundertüte dar, heißt, es ist nicht ausgeschlossen, dass Profis aus dem Bundesligakader zum Einsatz kommen, denn die erste Mannschaft spielt bereits am Samstag gegen den VfB Stuttgart.

    Das allerdings ist beim HSV mittlerweile eher Ausnahme als Regel. Immanuel Pherai kam zu zwei Einsätzen in er Regionalliga. Ansonsten setzen die Hamburger unter Trainer Lukas Anderer eher auf teils sehr junge Talente aus der eigenen Jugend. Mit dem 26-jährigen Bennet Schmidt ist nur ein Spieler im Kader älter als 20 Jahre und der Torhüter kam noch zu keinem Einsatz.

    Spielstark, taktisch gut geschult, auf einen solchen Gegner müssen sich die Oldenburger am Sonntag einstellen. Im Tor stand zwar mehrheitlich Colin Poppelbaum, zuletzt allerdings kam Fernando Dickes zu seiner Premiere. Davor spielen die Hamburger im Regelfall mit einer Dreierkette, in der Davis Rath rechts und Calvin Rahr links regelmäßig am Ball sind. Zentral verteidigte zuletzt Jason Bissi-Mouelle.

    Im Mittelfeld sind Henri Schümann und Arnaud Riedel meist als Doppel-Sechs unterwegs. Über die Außenbahn kommen Kroate Darian Migalic und der Däne Simon Kristiansen. Hier könnte aber auch der schnelle Kelvon Ojo spielen. Mads Bröker und Mehmet Yildirim geben zwei offensive Achter hinter einer zentralen Spitze. Zuletzt durfte Alessandro Puzzo beginnen, weil Kapitän Joonas Frenzel fehlte.

    Der Ansatz von Lukas Anderer, fast schon überfallartig zu kontern, ging beim 3:1-Sieg in Schöningen perfekt auf. Der HSV hatte die klareren Chancen und erspielte einen ungefährdeten Sieg. Entsprechend selbstbewusst werden die Nachwuchsprofis auch gegen den VfB auflaufen.

    Die Oldenburger ihrerseits überzeugten beim klaren 4:0-Sieg über Kickers Emden nicht nur mit einer sehr stabilen Defensive, sondern waren auch offensiv durchaus effektiv unterwegs, obwohl das Trainerteam auf einige verletzte Akteure sowie den gesperrten Marc Schröder verzichten musste. Der Innenverteidiger sollte am Sonntag wieder im Kader stehen, der natürlich in Hamburg drei Punkte holen will. Um sich auf das ungewohnte Grün vorzubereiten, hat die Mannschaft in dieser Woche außerdem natürlich mehrere Trainingseinheiten auf Kunstrasen durchgeführt. 

    Rund ums Spiel:

    • Schiedsrichter der Begegnung ist Tom-Leon Bender, dem Tom Holsten und Joris Christoffer assistieren werden.
    • Das Wetter verspricht bis zu 14 Grad und will an Nachmittag voraussichtlich auf Regen verzichten.
    • Infos für VfB-Fans gibt es hier: https://www.vfb-oldenburg.de/auswaertsinformationen